Diesen spirituellen Roman will man zwei Mal lesen

Diesen spirituellen Roman will man zwei Mal lesen

Kennt ihr das, wenn genau das richtige Buch zur richtigen Zeit in eure Hände fällt? Mir ging es vor ein paar Wochen so. In einem Fachbuch wurde ein spiritueller Roman aus den 60er Jahren erwähnt, der weitgehend unbekannt blieb. Da ich es liebe in packende Geschichten einzutauchen, bei denen ich gleichzeitig etwas lernen kann, bestellte ich mir das gute Stück.

Zu meiner Überraschung handelte es sich nicht nur um eine gut erzählte Geschichte, sondern um die Autobiografie eines erblindeten Franzosen, der als Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg aktiv war. In „Das wiedergefundene Licht“ erzählt der inzwischen verstorbene Jacques Lusseyran auf berührende Art und Weise, wie er die Welt dank seiner Blindheit von innen lernt zu sehen.

„Meine zum Leben erwachten Hände führten mich in eine Welt hinein, in der alles ein Austausch von Druck war. Dieser Druck verdichtete sich zu Formen, und alle diese Formen hatten einen Sinn. Ich muss in meiner Kindheit hunderte von Stunden damit verbracht haben, mich gegen die Gegenstände zu lehnen und sie sich gegen mich lehnen zu lassen. Auf diese Art – die richtige Art – die Tomaten im Garten zu befühlen, die Hausmauer, den Vorhangstoff oder einen Erdklumpen, heißt, sie zu sehen, sie fast ebenso genau und vollständig zu sehen, wie es Augen vermögen, mehr noch: Es heißt, sich auf sie einzustellen, gleichsam den elektrischen Strom, den sie erhalten, an jenen Strom, mit dem wir geladen sind, anzuschließen, anders ausgedrückt, nicht mehr von den Dingen zu leben, sondern zu beginnen, mit ihnen zu leben. Es heißt – so schockierend das Wort auch scheinen mag – sie zu lieben. Die Hände müssen das, was sie richtig berührt haben, lieben.“

Lusseyrans Beschreibungen von bedingungsloser Liebe, Verbundenheit und dem Strom des Lebens sind so authentisch und spürbar aus einer tiefen inneren Wahrnehmung heraus geschrieben, dass ich große Lust bekam meiner eigenen Wahrnehmung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Seit dem Lesen des Buches schließe ich immer mal wieder die Augen, um besser riechen zu können, mehr hören zu können und die Dinge, die ich berühre wirklich zu spüren.

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Foto: Jacques Lusseyran

Doch so romantisch der erste Teil des Buches klingt, so erschütternd ist das was folgt: im zweiten Weltkrieg gründet er eine Widerstandsgruppe mit 52 weiteren Jugendlichen, wird verraten und schließlich ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert.

Inmitten der Hölle führen ihn sein inneres Sehen, seine unerschütterliches Vertrauen in sich selbst sowie die Liebe zu seinen Freunden ins Licht.

Die Freude kommt nicht von außen; sie ist in uns, was immer uns geschieht. Das Licht kommt nicht von außen, es ist in uns, selbst wenn wir keine Augen haben.“

Mich hat Lusseyran mit seinen feinfühligen Erzählungen tief im Herzen berührt und an meine eigene Lebenskraft erinnert. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen, wenn ihr den Zugang zu eurer inneren Wahrnehmung vertiefen wollt und eine Portion Lebenslust vertragen könnt.

„Das wiedergefundene Licht“ von Jacques Lusseyran könnt ihr hier auf Amazon bestellen.

Viel Freude beim Lesen!

Franziska


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