Eine einfache Coaching-Übung mit großem Transformationspotenzial

Eine einfache Coaching-Übung mit großem Transformationspotenzial

Es ist die einfachste Coaching-Übung mit dem größten Transformationspotential, die ich kenne – in der Theorie zumindest. In der Praxis konfrontiert sie mich mit Herzrasen, schweißnassen Händen und zitternden Knien.

Wenn du wissen willst, um welche Übung es sich handelt, dann nimm dir fünf Minuten Zeit und lies folgende Anleitung:

Suche dir eine einfache Alltags-Situation heraus, die es höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen geben wird. Das könnte eine klassische Begrüßungs-Situation sein, ein Gespräch mit einem guten Freund, der Brötchenkauf beim Bäcker am Sonntagmorgen oder ein Meeting mit der Vorgesetzten.

Hast du eine Situation im Kopf? Gut, dann stell dir als erstes vor, wie du dich typischerweise in dieser Situation verhältst.

Bist du eher schüchtern oder draufgängerisch?
Laut oder leise?
Bewegt oder still?
Nimmst du dir viel Raum oder wenig?
Bist du emotional oder kalt?
Sprichst du viel oder bist du eher der Zuhörer?
Bist du gefühlsmäßig mehr bei dir oder der anderen Person?
Machst du dich kleiner als du bist oder eher größer?
Gibst du dich stärker als du dich fühlst oder eher schwächer?
Bist du freundlicher als du es meinst oder übertrieben ernst?

Nimm dir einen Moment Zeit, um in deine gewählte Situation reinzuspüren und dein typisches Verhaltensmuster bewusst zu machen. Es reicht aus, wenn dir eine Besonderheit an deinem Verhalten auffällt.

Jetzt kommen wir zu dem Herzklopf-Schweißhand-Teil. Stell dir folgende Frage:

Was wäre das Gegenteil von meinem gewohnten Verhalten?

Vielleicht kommt dabei raus, dass du ganz laut sein würdest und ausufernde Bewegungen machen würdest oder du stellst fest, dass dein innerer Counterpart in der Situation die Ruhe in Person wäre und den Dingen entspannt ihren Lauf lassen würde. Vielleicht würdest du dich etwas aufrichten und klarere Worte finden oder du hast Lust deine Emotionen auf dem Silbertablett zu präsentieren. Möglicherweise möchtest du dich mal explizit unterordnen oder den Ton angeben. Erlaub dir kreativ zu sein und etwas zu wählen, das dich bei der Vorstellung zum Lachen bringt, weil es so „nicht du“ ist.

Jetzt geht es an die Umsetzung. Die ist verhältnismäßig einfach: probier’ es aus! Das, was in der Theorie so einfach klingt, löst bei den Meisten schon bei der Vorstellung viel Herzklopfen aus. Genau das ist auch der Punkt.

Wenn wir uns verändern wollen, brauchen wir Risikobereitschaft. Um mehr innere Freiheit zu gewinnen und schließlich unbedarft durch die Welt tanzen zu können, müssen wir lernen aus unseren alten, festgefahrenen Mustern auszutreten.

Weil das naturgemäß Todesangst bereitet, ist es sinnvoll das Ganze in einem sicheren, ungefährlichen Experimentierrahmen anzugehen. Deshalb such dir eine Situation, auf die du Lust hast und die dich nicht gleich die Kündigung oder die Trennung kostet – es sei denn dies ist das Risiko, das du bewusst eingehen möchtest (ich finde, dieses Risiko lohnt sich immer!). Schau einfach, dass es etwas ist, das aufregend ist und Überwindung kostet.

Mein letztes Risiko bestand übrigens darin, nicht zu lächeln, wenn mir nicht danach ist und in jeder Situation mein wahres Gesicht zu zeigen, auch wenn es ein trauriges, genervtes oder wütendes ist. Das war eine echte Herausforderung für mich! Doch so langsam geht es mir in Fleisch und Blut über.

grumpy

Wenn du jetzt nicht so richtig weißt, welches Risiko du eingehen könntest oder dich lieber in einem geschützten Rahmen ausprobieren möchtest, bist du herzlich zu einem meiner kommenden Workshops in Berlin (nur noch ein Platz), Frankfurt, Hannover und München eingeladen. Da werden wir in jedem Fall ein Risiko eingehen. Hier findest du alle Termine und Informationen.

Viel Spaß beim Riskieren und bis nächste Woche!

Franziska

PS: Wenn dir die Übung gefällt, freue ich mich, wenn du sie mit deinen Freunden teilst. Einfach auf dem E-Mail Button unten drücken und fertig!

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